Ein anderer Blick auf Yoga und Reisen

Jedes Asana (Yogahaltung) kann zu einer Reise werden.

Während der Yogapraxis können sich dir die unterschiedlichsten Aspekte zeigen. Ein Asana kann für dich leicht, herausfordernd, unmöglich oder auch komplett ungeeignet erscheinen. Dein Bauchgefühl, Atem und deine Geisteshaltung zeigen dir den Weg, welches Asana und generell welche Art Yoga zu üben für dich richtig ist.

Im letzten Italienurlaub kam mir dazu eine schöne Analogie in den Sinn. Wenn ich mich ernsthaft auf das Üben einlassen, kann jedes Asana zu einer Reise werden. Zu einer spannenden, herausfordernden Reise oder auch zu einer erholsamen, regenerierenden Auszeit. Um auf dem Yogaweg weiter zu kommen, wähle ich vielleicht ein Asana, das mich fordert (geistig wie körperlich). Wenn ich einen anstrengenden Tag hinter mir habe, entscheide ich mich für Regeneration und körperlich einfachere Haltungen.

Bei jedem Üben bleibt aber das Vorgehen gleich:

  • Vorbereitung der Haltung durch einfachere Asanas und/oder dynamisches Üben (Reise planen und Koffer packen)
  • Die Haltung aufbauen/einnehmen (die Anreise)
  • Statisches Halten des Asana (Ankommen am Ziel und verweilen)
  • Das Asana auflösen (packen und abreisen)
  • einen sinnvollen Ausgleich finden (zu Hause ankommen und die Reise nachbereiten)

Je nach Asana (oder Reise) können die einzelnen Phasen unterschiedlich intensiv und lang sein. Alles hat seine Berechtigung, auch vermeintlich leichte Asanas wie z.B. Tadasana (die Berghaltung) oder Garbhasana (Stellung des Kindes) können sehr intensiv sein, wenn ich sie dementsprechend übe.

Im Moment bin ich zwar nicht auf Reisen in andere Ländern, aber ich genieße jeden Augenblick im Schnee und auf meiner Matte. Auch wenn ich mich körperlich nicht weit von meinem zu Hause in Weißenhorn entferne, so unternehme ich doch eine innere Reise, eine Reise zu mir, die auf ihre eigene Art sehr tief, erholsam und stärkend ist. So bringt mich Yoga gesund und glücklich durch die kalte Jahreszeit.

Das Beitragsfoto entstand übrigens bei einem meiner letzten Spaziergänge im Weißenhorner Wald.

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