Yoga in der Natur – 3 Tipps für die Umsetzung

Um (Hatha) Yoga zu üben gibt es viele Möglichkeiten und zahlreiche Stile und Traditionen. Dabei ist es wichtig, das Richtige zu finden und erst mal eine Weile das zu üben und zu beobachten was passiert. Manchmal suche wir nach längerem Üben aber auch bewusst nach einer Veränderung und widmen uns einer grundlegend anderen Übungsweise oder verändern auch nur kleine Dinge, um den Erfahrungsraum zu erweitern. Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, die Praxis ins Freie zu verlegen?

Dieses Jahr habe ich das bereits intensiv während unseres Urlaubs am Meer nutzen können. Im Beitragsbild siehst du eine sanfte Variante von Navasana – der Boothaltung. Aber nicht nur am Meer, sondern auch einfach zu Hause in einem Park, im Garten, an einem Fluß oder im Wald finden sich wunderbare geschützte Orte. Nach meinen Erfahrungen bietet die Natur ganz wunderbare Möglichkeiten, Yoga noch tiefer zu spüren. Warum?

Nach draußen gehen – nach innen spüren

Der Kontakt zur Natur, die Wiese oder den Waldboden unter den Füßen zu spüren erdet ungemein, beruhigt die Gedanken und führt so vom Kopf in den Körper, hin zum Atem und in die Gegenwart. Die natürliche Umgebung entspricht mehr unserer ursprünglichen Natur als ein geschlossener Raum (auch wenn es wirklich schöne Yogaräume gibt ;-)). Die Natur im Außen bringt uns durch achtsame Wahrnehmung folglich einfacher und schneller zu uns selbst. Nach oder vor einem herausfordernden (Arbeit-)tag kann die Natur helfen, besser in der Praxis anzukommen und vorbeugen, in mechanische Abläufe zu verfallen.

3 Tipps für Yoga im Freien

    1. Bewusste Auswahl des Ortes
      Werde dir zunächst darüber bewusst, ob es dich stört, wenn dich jemand sieht. Falls ja, sollte es deine wichtigste Anforderung an den Ort sein, absolut ungestört zu sein.

Die Beantwortung folgender Fragen kann ebenfalls hilfreich sein: In welche Richtung blickst du? Wie ist der Sonnenstand? Direkt in die Sonne zu schauen kann unangenehm sein. Zu welcher Seite weist dein Rücken? Ist dein Rücken durch Bäume/Sträucher geschützt oder geht hinter dir ein Weg vorbei? Ist der Boden trocken?

    2. Deine Hilfsmittel
    Werde dir darüber bewusst, ob du mit oder ohne Matte üben willst. Denke an Sonnenschutz (Creme, Sonnenbrille, Kleidung) und evtl. auch an Mückenschutz. Falls du Kontakt zu hohen Gräsern hast, untersuche dich anschließend auf Zecken.
    3. Auswahl der Übungen
        Nimm bewusst Kontakt mit der Natur auf. Spüre den Boden unter deinen Füßen, nimm deine Umgebung über alle Sinne wahr und spüre dich dann als Teil des Ganzen. Bei der Asana Praxis finde ich es im Freien angenehmer so zu üben, dass ich mit einem Blick erfassen kann, was um mich herum passiert, d.h. Übungen, die mein Blickfeld stark einschränken übe ich alleine im Freien nicht so gerne, z.B. den Schulterstand/Viparita Karani. Wie wäre es im Gegensatz z.B. mit einem dynamischen Bewegungsablauf? Ein paar Beispiele findest du auf meiner Facebook-Seite  
      Und nun viel Freude beim Üben im Grünen!